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    Veröffentlichung der NSA-Selektorenliste?

    Über ein Prisma lassen sich Internet-Datenströme auf Glasfaserleitungen an verschiedene Ziele kopieren. In einem der größten europäischen Internet-Knoten in Frankfurt am Main, der DE-CIX, hat der BND durch die Telekom AG eines der Systeme zur Datenvervielfältigung zwischenschalten lassen. Dadurch wurde der gesamte Datenverkehr erfasst und analysiert. Anhand eines Suchfilters, der so genannten Selektorenliste, werden die Daten an staatliche Stellen weitergeleitet, die dazu per Gesetz ermächtigt sein müssen oder im Einzelfall den Richtervorbehalt erfüllen. Der BND als Auftraggeber hat selbst eine Liste von 800.000 (Achthunderttausend) Begriffen, E-Mail-Adressen, IP-Bereichen und anderen Suchkriterien eingespeist.  Ein Teil dieses umfassenden Datenabgriffs wurde anhand einer Unterliste von rund 40.000 Begriffen an die NSA weitergeleitet. Dazu gab…

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    TTIP als Druckmittel?

    Photo by Alexander Vollmer – Source: Lämmerbiss Archiv – (CC BY-SA 3.0 DE) Rund um die illegalen Abhöraktionen von NSA und GCHQ diskutieren Parlamente in Europa Möglichkeiten zum Einschreiten und zur Gegenwehr. Ein inzwischen beliebter gewordenes mögliches Mittel nennt sich „Keine Zustimmung zu TTIP“.  Diese Verwendung von TTIP als politisches Druckmittel ist gefährlich! Für die Ausweitung des Schiedsgerichtsunwesens und der Absenkung der Sicherheitsstandards in der EU für US-Produkte darf es keine Zugeständnisse geben. Mit derartigen Ansätzen macht man die TTIP selbst zum Handelsobjekt, das sich die USA durch Wohlverhalten in anderen Bereichen, wie Prismgate, „erkaufen“ könnten. Für die sinnvollen Teile von TTIP braucht es kein TTIP, die gelten bereits über andere…

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    Dunkle Zeiten, die Bürgerrechte lösen sich auf

    [Beitrag von Gestern auf Deutsch, nachdem ich aus Faulheit zwei englischsprachige Foren- und Gplus-Posts zusammengeschrieben hatte.] Die dunklen Zeiten kommen nicht, sie haben längst begonnen. Wir haben uns angepasst und die Erkenntnis könnte uns blenden. „Das Internet ist kaputt“ war ein Artikel des bekannten deutschen Bloggers Sascha Lobo in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Wochentagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen veröffentlichte gestern eine Antwort von Oliver Georgi, Redakteur und Journalist im Politik-Ressort, der dieser Aussage widerspricht. Er legt ausführlich klar, dass das Internet nicht durch verlorene Freiheit beschädigt würde, denn es wäre nie frei gewesen oder hätte je frei sein sollen. Das wäre kein Schaden, sondern Normalität. Das ist meiner bescheidenen Meinung…

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    NSA-Untersuchungsausschuss des US-Kongress

    Oversight of Surveillance Agencies Leaders from the National Security Agency (NSA), FBI, and the Justice Department testified at an oversight hearing of government surveillance entities. Among the topics they addressed were data collection programs, privacy issues, and the potential impact of the proposed USA Freedom Act. Noteworthy statement: Sanchez, Julian starting 1:39:00

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    Wir wussten es – wenn wir wollten

    New Scientist – April 1984 Zu Beginn des Jahres 1984 wurde in Großbritannien den Gewerkschaften die Vertretung der Mitarbeiter und die Betätigung in allen Dienststellen des britischen GCHQ untersagt. Anschließend wurden die Mitarbeiter mit Lügendetektoren und ausführlichen Interviews auf Linientreue geprüft. Jeder, der auch nur einen geringen Zweifel an seiner gewünschten Kooperationsbereitschaft erkennbar werden lies, wurde an andere Dienststellen abgegeben, in den vorzeitigen Ruhestand geschickt oder entlassen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es neben dem Hauptsitz des GCHQ in Cheltenham noch zehn weitere größere Dienststellen mit Abhör- und Auswertungstechnik. Diese lagen nicht nur auf den britischen Inseln, sondern es existierten offizielle Standorte mit umfangreicher technischer Ausstattung in Washington DC, Hong Kong…