Kochen

Schupfnudeln, Sauerkraut und Paprikawurst

Die rustikale Küche in Deutschland kennt viele Gerichte mit Sauerkraut, einige davon sind wahre Renner auf den Weihnachtsmärkten. Beliebt ist dort besonders die Variante mir Speck- oder Schinkenwürfeln. Spannender wird das Gericht mit einer schärferen Wurst, das passt auch besser zum kalten Wetter.

Sauerkraut und Paprikawurst bekommt man beim Metzger, das Sauerkraut sollte ohne Beimengungen wie Wein oder Karotten sein. Das Gericht funktioniert auch mit einer scharfen ungarischen Paprikasalami oder eine dünneren Chorizo. Die Schupfnudeln kann man zwar auch kaufen, besser sind aber frische selbstgemachte.

Zutaten für 6 Portionen:

  • 750 g mehlig-kochende Kartoffeln
  • 250 g Spätzle-Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 2 große Eier
  • kräftige Prise Salz
  • ein Hauch geriebene Muskatnuss

Die Kartoffeln mit der Schale in einen Topf mit Wasser geben und bei geschlossenem Deckel 15 Minuten auf mittlere Hitze kochen. Die Zeit startet, wenn das Wasser zum Kochen kommt. Anschließend mit dem Gabeltest testen, ob die Kartoffeln gar genug sind. Eventuell bis zu 5 Minuten länger kochen, dann das Wasser abgießen. Die Kartoffeln im Sieb abtropfen lassen und schälen. Sie sollten warm bleiben, wenn man nicht schnell ist, sollte man den Backofen auf 80°C stellen und sie dort warm halten.

Das Mehl auf das Backbrett geben – wer keines hat kann natürlich auch auf der normalen Arbeitsplatte weitermachen, aber ein Backbrett erleichtert es doch das Mehl im Zaum zu halten und nicht die ganze Küche einzustauben. Die heißen Kartoffeln über dem Mehl durch eine Kartoffelpresse (notfalls eine Spätzlepresse oder eine flotte Lotte) drücken. In die Mitte des Kartoffel-Mehlteigs eine Kuhle formen und die Eier dazugeben, salzen. Den Teig gleichmäßig durchkneten bis er eine einheitliche Konsistenz hat und sich glatt zieht.

Solange er noch handwarm ist zu mehreren Besenstiel-dicken Rollen formen. Scheiben abstechen und auf der bemehlten Fläche mit der Handfläche oder den Fingern zu Schupfnudeln rollen. So findet man auch die nötige Dicke für die Scheiben heraus. Die Schupfnudeln sollten nicht dicker als ein Finger oder dünner als ein Bleistift sein, da sie dann nicht optimal durchgaren.

Hat man sie alle vorgeformt gibt man jeweils ein Drittel der Menge ins kochende Wasser und lässt sie für 7–10 Minuten ziehen, sie schwimmen dann zur Wasseroberfläche hoch und sind dann gar. Mit der Siebkelle herausnehmen und warm halten.

Hat man alle Schupfnudeln vorgekocht, gibt man sie in eine Pfanne mit einem Esslöffel Schweine- oder Butterschmalz und röstet sie unter vorsichtigem Rühren und Schwenken langsam an. Dann gibt man die in Scheiben geschnittene Paprikawurst hinzu, deckt das ganze mit Sauerkraut ab und wärmt es auf unterster Stufe für mindestens 7 Minuten in der offenen Pfanne an. Dabei ab und zu die Pfanne leicht schwenken, damit nichts festsitzt. Wenn das Kraut heiß wird alles sanft durcheinander mengen und das Gericht ist fertig.