Politik

Gauland und seine „völkische Jugendbewegung“

Manchmal entlarvt sich eine persönliche Verankerung in vorgestrigen Gedankenwelten von selbst.

„Der Begriff „völkisch“ … kommt aus der deutschen Jugendbewegung aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.“

Alexander Gauland (AfD – Gründungsmitglied und stv. Bundessprecher)
am 6. Oktober 2016, in der ZDF-Sendung „maybritt illner“

Dass die deutsche Jugendbewegung zu Anfang des 20. Jahrhunderts deutschnational, rassistisch und antisemitisch war, einer der Nährböden des Nationalsozialmus und dass der „Völkische Beobachter“ und sein Verleger Sebottendorf die Grundlage der Ideologien dieser Jugendbewegung war, all das scheint für Herrn Gauland in seiner Geschichtsvergessenheit keine Rolle zu spielen.

Dass es sich um einen Begriff der damaligen Jugendbewegung handelt, befreit den Begriff nicht von seiner Nazi-Konnotierung, im Gegenteil, es beweist seine Verankerung im anti-demokratischen Denken der Republikverräter.

Gauland hat damit Vorwürfe gegenüber seiner Kollegin Frauke Petry mit einem gewichtigen Argument gestützt.

 

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